Naturschutzstiftung betreut die Ausgleichsflächen
Wilhelmshaven - In Wilhelmshaven entsteht zurzeit der JadeWeserPort als Tiefwasserhafen an der Jade. Doch nicht nur der Hafen entsteht, die Anlagen müssen auch an das vorhandene Straßen- und Schienennetz angeschlossen werden. Diese Arbeiten sind mit Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden und wirken sich als Beeinträchtigungen auf die Pflanzen und Tiere aus. Auch die Funktionen des Bodens oder des Wasserhaushalts werden gestört. Nach der Naturschutzgesetzgebung sind solche erheblichen Beeinträchtigungen auszugleichen oder zu ersetzen. Hierzu dienen sogenannte Kompensationsmaßnahmen. Im InfoCenter des JadeWeserPort in Wilhelmshaven wird seit Kurzem erläutert, wie die Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit der Gleis- und Straßenanbindung des neuen Hafens kompensiert werden.
„Wir haben sehr früh den Kontakt zur Naturschutzstiftung Region Friesland-Wittmund-Wilhelmshaven gesucht, um jemanden zu finden, der die langfristige Betreuung der Flächen, auf denen die Kompensationsmaßnahmen umgesetzt werden, zu finden," so Jens Briese, Geschäftsführer der InfoCenter GmbH.
Zwei Flächenkomplexe von zusammen rund 65 Hektar betreut die Stiftung im Landkreis Wittmund. „Wir setzen dabei auf die Kooperation mit der örtlichen Landwirtschaft, die dort eine extensive landwirtschaftliche Nutzung betreibt", erläutert Armin Tuinmann als Geschäftsführer der Naturschutzstiftung mit Sitz in Jever. Neben der extensiven landwirtschaftlichen Nutzung sind am Falster Tief in Warnsath nördlich von Wittmund zwei Altarme wiederhergestellt worden. Teile der Flächenkomplexe werden aber auch der natürlichen Eigenentwicklung überlassen, um zum Beispiel einen Niedermoorkörper in Möns, südlich der Kreisstadt Wittmund, zu sichern. Tuinmann: „Seit einem Jahr wird auch ein Monitoring auf den Flächen betrieben. Wir wollen wissen, wie die Maßnahmen sich auf Flora und Fauna auswirken, um gegebenenfalls steuernd eingreifen zu können".
In der Ausstellung zum JadeWeserPort wird der Weg eines Reiskorns von Fernost nach Deutschland beschrieben. Ergänzt wurde die Ausstellung jetzt um weitere Komponenten, die die Berücksichtigung von Naturschutzbelangen beim Bau des Hafens am Beispiel der Flächen in Möns und Warnsath beschreiben.
Quelle: Jeversches Wochenblatt vom 24.06.2010











